Wissenschaftliches Publizieren im Wandel

Wissenschaftliches Publizieren im Wandel

Die Monografie Wissenschaftliches Publizieren im Wandel. Open Access, Peer Review, Qualität, Forschungsbewertung, Standards richtet sich vor allem an Nachwuchswissenschaftler*innen, die ihre Publikationsstrategien reflektieren und zukunftsorientiert entwickeln möchten. Gerade am Beginn einer wissenschaftlichen Laufbahn stehen viele Forschende vor der Herausforderung, nicht nur qualitativ hochwertige Forschung zu betreiben, sondern diese auch wirksam sichtbar zu machen. Fragen wie

  • Wo soll ich publizieren?
  • Welche Rolle spielt Open Access?
  • Wie gehe ich mit Peer Review oder Impact-Faktoren um?
  • Wie funktioniert Peer Review eigentlich?
  • Wie werden Impact Scores berechnet?
  • Wohin bewegt sich die Forschungsbewertung?

… sind dabei ebenso zentral wie Überlegungen zum Urheberrecht, zur Lizenzierung oder zur Wahl der richtigen Publikationsstrategie. Dieses Buch will Orientierung bieten und zugleich Mut machen, eigene Wege jenseits eingefahrener Routinen zu beschreiten.

Darüber hinaus ist es auch für erfahrene Publizierende und Professor*innen wertvoll. Viele von ihnen besuchen regelmäßig meine Workshops, um Informationen zu erhalten, die über ihre gewachsenen Publikationserfahrungen hinausgehen – Muster, die oft aus tradierten akademischen Praktiken erwachsen sind und nicht mehr alle Facetten der aktuellen Publikationslandschaft abdecken. In Zeiten, in denen Open Science, digitale Tools, Reforminitiativen in der Forschungsbewertung und neue Geschäftsmodelle die Wissenschaftskommunikation dynamisch verändern, genügt es nicht mehr, sich auf überkommene Praktiken zu verlassen. Wer auf dem aktuellen Stand bleiben will, findet in diesem Buch eine fundierte, aber praxisnahe Einführung in das gesamte Spektrum des wissenschaftlichen Publizierens

Die Monografie ist ein Nachschlagewerk für Forschende, Publikationsberater*innen und alle, die sich mit Scholarly Communication beschäftigen. In der täglichen Beratungspraxis, sei es in Bibliotheken, Forschungsservices oder innerhalb von Fakultäten, stellt sich oft die Frage nach den Grundlagen: Welche Open-Access-Varianten gibt es, und welche passen zu welchem Fach? Wie funktionieren Peer-Review-Verfahren, welche Varianten existieren, und wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Welche Rolle spielen Metriken bei der Qualitätsbewertung, und welche Kritik wird daran geübt? Das Buch versucht, diese Fragen systematisch und verständlich aufzubereiten – immer mit Blick auf den praktischen Nutzen für die Leser*innen.

Der Band verbindet praktische Empfehlungen mit einer kritischen Analyse aktueller Entwicklungen. Das bedeutet: Neben konkreten Tipps für die Publikationspraxis – etwa zur Vermeidung von Predatory Journals, zur Wahl geeigneter Lizenzen oder zur besseren Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen – werden auch die größeren Trends beleuchtet.

Ein Schwerpunkt liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit Metriken. Der Journal Impact Factor, der h-Index oder alternative Metriken wie Altmetrics und Open Science Metriken werden nicht nur erklärt, sondern auch in ihren Grenzen und Risiken diskutiert. Gerade Nachwuchswissenschaftler*innen stehen häufig unter Druck, ihre Leistungen mit quantitativen Kennzahlen zu belegen. Das Buch zeigt, welche Aussagekraft diese Kennzahlen haben – und wo sie in die Irre führen können.

Auch das Peer Review wird umfassend dargestellt. Von klassischen Formen wie Single Blind oder Double Blind über Open Review bis hin zu neueren Modellen wie Publish, Review, Curate erläutert das Buch Verfahren, Vor- und Nachteile und aktuelle Kontroversen.

Ein weiteres Kapitel widmet sich dem Open Access. Hier werden die unterschiedlichen Modelle – Green, Gold, Diamond, Hybrid, Bronze – systematisch vorgestellt. Neben Vorteilen und Nachteilen werden auch die Konsequenzen für Bibliotheken und Wissenschaftseinrichtungen beleuchtet. Dabei geht es nicht nur um Fragen der Finanzierung, sondern auch um Aspekte wie Zitationsvorteile, Vorgaben von Forschungsförderern oder die Rolle von Transformationsverträgen.

Das Buch behandelt zudem Themen wie Creative-Commons-Lizenzen, die Rights Retention Strategy, die FAIR-Prinzipien und Strategien zum Umgang mit unseriösen Angeboten im Bereich Predatory Publishing. Diese Bausteine sind für eine zeitgemäße wissenschaftliche Praxis unverzichtbar und werden in kompakten, praxisnahen Kapiteln erklärt.

Die besondere Stärke des Bandes liegt in seiner Verbindung von Theorie und Praxis. Entstanden aus jahrelanger Workshop– und Beratungstätigkeit, ist er keine rein theoretische Abhandlung, sondern spiegelt konkrete Fragen, Diskussionen und Fallbeispiele aus der Arbeit mit Forschenden wider. Damit bietet er sowohl einen Überblick über die großen Debatten als auch praktische Hilfen für den Alltag.

Wissenschaftliches Publizieren im Wandel ist eine Tour d’Horizon durch die Publikationslandschaft – fundiert, verständlich und praxisnah. Es lädt dazu ein, bekannte Wege kritisch zu hinterfragen, neue Optionen auszuprobieren und die eigene Publikationsstrategie bewusst zu gestalten. Damit ist es gleichermaßen ein Einstiegs- und Vertiefungswerk für alle, die wissenschaftliche Kommunikation aktiv mitgestalten möchten.

Titel: Wissenschaftliches Publizieren im Wandel. Open Access, Peer Review, Qualität, Forschungsbewertung, Standards
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: BoD – Books on Demand
ISBN: 978-3-695-19228-1 (Print, Softcover), 978-3-695-17825-4 (E-Book)
Umfang: 96 Seiten
Preis: 7,99 € (Print), 5,49 € (E-Book)

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